Katharina Gahlert
2019 Räume die keine sind
Räume die keine sind
2019

Räume die keine sind, 2019

Die fünf kleinformatigen Malereien bilden die Werkgruppe »Räume, die keine sind« und behandeln Erfahrungen und Situationen des familiären Zusammenlebens und -agierens sowie daran geknüpfte persönliche und soziale Erwartungen aus einer feministischen Perspektive. Der Begriff Familie steht dabei für eine zugleich schützende wie auch einengende, dabei schwer (be-)greifbare Abgrenzung eines Sozialverbandes gegenüber seiner Umwelt und existiert immer im Kontext der jeweiligen gesellschaftlichen Konventionen. Das natürliche Bedürfnis des Individuums nach Zugehörigkeit und Verbindlichkeit steht dem Streben nach individueller Freiheit und Unabhängigkeit entgegen. Integration und Abgrenzung als sich bedingende, dynamische Prozesse finden zwischen allen Beteiligten eines familiären Systems permanent statt, loten die Grenzen des Konstruktes immer wieder neu aus und bilden zuweilen wilde Muster.